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Excuse Me Moses

Aller guten Dinge sind III

EMM III Cover

Was lange gärt, wird endlich Wut. Mehr als drei Jahre ist es her, seit EXCUSE ME MOSES ihr letztes Album veröffentlicht haben. Drei Jahre, prall gefüllt mit Leben. Mit Erfolgen und Enttäuschungen, mit Freude, Trauer und Wut. Die Summe aller Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle, (nicht nur) der vergangenen Jahre haben die vier Musiker aus Ostösterreich zu einem kraftvollen Album-Biest verdichtet.

III haben sie es genannt, vielleicht auch weil es das dritte EXCUSE ME MOSES-Album ist, vielleicht auch wegen der drei Jahre, die sie ihre Fans auf ein neues Werk warten ließen. Aber die ganze geniale Idee die hinter diesem Titel steht, erschließt sich erst im Zusammenhang mit dem Artwork.

Dass III eine derart verfickt heftige Durchschlagskraft aufweist, liegt daran, dass das Album, anders als vergangene Tonträger der Band, eine ganz klare Stoßrichtung hat und auf vier felsenfesten Säulen ruht:

  1. Back to the Roots – und die liegen im Rock
  2. Wir machen alles im Alleingang – fast
  3. Nimm nur das Beste – und arbeite daran so lange bis es nicht mehr zu verbessern ist.
  4. Autoritäten hinterfragen – selber Denken

Seit zwölf Jahren gibt es EXCUSE ME MOSES nun. Fast genau so lang sind sie eine der raren österreichischen Rockbands, denen immer wieder internationaler Erfolg prognostiziert wird. EXCUSE ME MOSES spielten mit Superstars in Arenen, waren in den Medien präsent und schafften es doch sich zwischen die Stühle zu setzen. Funk, Rock, Pop, Alternative, Balladen. Ganz gleich wie gut ihre Singles, Alben, Konzerte waren, ihre stilistische Vielseitigkeit wurde ihnen bislang zum Verhängnis.

Einige Monate nachdem die Band mit dem Songwriting für III begonnen hatte, waren mehr als 40 Songs entstanden. Und da war es wieder, das alte Problem, die gottverdammte Vielseitigkeit. Um nicht wieder in die selbst gestellte Falle ihrer eigenen Kreativität zu laufen fassten EXCUSE ME MOSES einstimmig den Beschluss: Back to the Roots, let’s Rock.

Wie das klingt? Erwachsener sind sie geworden, reifer, nachdenklicher. Wer jedoch glaubt, dass das bedeutet EXCUSE ME MOSES seien nun weicher, ruhiger, weniger druckvoll, der täuscht sich gewaltig.

Die Musik ist für alle in der Band ein wichtiges Ventil. Die entscheidende Information hierzu ist: Es ist ein Einlassventil. Jedes der vier Bandmitglieder pumpt seinen Lebensfrust, seine Lebenslust, seine ganze Wut und Freude in die 13 Songs, welche in Summe III bilden. Entsprechend druckvoll krachen diese räudigen Gesellen aus den Lautsprechern. Dabei versteht es sich quasi von selbst, dass die Band ihr untrügliches Gespür für elegante Melodielinien verfeinert und verbessert hat. III zeigt EXCUSE ME MOSES höllisch rockend mit mörderischen Hooklines, die sich wie Enterhaken im musikalischen Gedächtnis festsetzen. Auch die balladeskeren Songs haben gewaltigen Druck – und sind dennoch von samtener Feinfühligkeit.

Den Ordnungsruf ‚Back to the Roots, let’s Rock’ hat auch Produzent Oliver Pinelli mitinitiiert. Der selbst sehr Vielseitige, (von Unheilig über Yvonne Catterfeld und In Extremo bis Ben Becker) sagte nach Genuss der ersten 40 Songideen sinngemäß: „Gut, aber was wollt ihr eigentlich?“ Und als die Antwort: „Rocken“ lautete, blieben von 40 nur noch acht Songs übrig, die nicht nur gewaltig rockten, sondern auch den selbst gestellten Qualitätskriterien entsprachen. Es wurden neue Songs geschrieben, ausgesiebt und dieser Prozess wurde so oft wiederholt, bis das ganze Album um es auf Neudeutsch zu sagen: All Killer – no Filler! enthielt.

Die Produktion von III lag maßgeblich in den fähigen Händen von Schlagzeuger Martin Scheer. In dessen eigenem Tonstudio wurde auch das Groß der Aufnahmen gemacht. Bei einer Rockband eigentlich eine ganz einfache Sache: Drums, Bass, Gitarren und Gesang. De facto klingt es aber eher nach Drums, Bass, Gitarren, Gitarren, Gitarren, Gitarren, Gitarren, GESANG! Letzteren hat dann Oliver Pinelli in seinem Studio in Bad Ischl aufgenommen – wie alles andere auch das ohne Zeitdruck und mit Blick auf die schöne Landschaft. Es ist ihm gelungen, Sänger Michael Paukner optimal auf Band (eher Festplatte) zu bannen.

III klingt groß, kraftvoll, fett, dabei erstaunlicherweise transparent, elegant und es hat dennoch einen Biss für den jeder Vampir seinen Sarg verkaufen würde. So ist III eine facettenreiche Einheit aus 13 starken Charakteren.

Auch inhaltlich ist III aus einem Guss. Worum es geht? Das verrät schon der Bandname. In dem spiegelt sich die Weltsicht von EXCUSE ME MOSES im Allgemeinen und Sänger Michael Paukner im Besonderen. Vorgefertigte und in mundgerechten Konsumationshäppchen angelieferte Meinungen von Staat, Kirche und sonstigen „fürsorglichen“ Institutionen lehnen er und seine drei Mitstreiter per se ab. Selber Denken, selber Entscheiden, selber Machen und nicht blind blökend mit der Herde rennen. Rückschläge einstecken, Rückschläge verkraften, Luft & Kraft holen und dann wieder einen neuen Anlauf starten. Das ist es wofür EXCUSE ME MOSES stehen: Für die positive Energie des Rock. So gesehen ist III ein ganzes Kraftwerk!

EXCUSE ME MOSES are

Michael Paukner – Vocals
Dietmar Schrödl – Gitarre
Gerald Weichselbaum – Bass
Martin Scheer – Schlagzeug

Discography

Alben

Als Funkalicious

Deduction (EP) (2002)
Perfekta (2004)  

Als EXCUSE ME MOSES

1st Last Will (2007)
Pole Shift (2009)
III (2013)

Singles und EPs

Summer Sun (2006)
Not in Love Anymore (2007)
Butterfly Tree/Vital Signs (2007)
Godzilla Killa (2008)
Speed (2008)
I Wonder (2009)
My Friend (2013)

EPK EXCUSE ME MOSES

Artist Pages

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