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Diana Kienast

Geboren in Wien, Österreich, aus der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Musikerfamilie von Benda, begann sich Diana Kienast bereits in frühen Jahren für Theater und Musik zu interessieren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Sprachen an den Universitäten Wien und Madrid, widmete sie sich der Opernregie. Nach einigen Praktika wurde sie als Regieassistentin an der Volksoper Wien engagiert und von dort aus vier Jahre später in der gleichen Position an die Wiener Staatsoper geholt. 1991 übernahm sie die Oberspielleitung der Wiener Staatsoper.

Neben der Assistenztätigkeit betreute Diana Kienast die Repertoirevorstellungen mit dem ständigen Bestreben das künstlerische Niveau im szenischen Bereich möglichst hoch zu halten. Sie verantwortete zahlreiche Neueinstudierungen, Wiederaufnahmen und gelegentliche Übernahmen von Produktionen aus anderen Häusern.

Ihr Aufgabenbereich umfasste neben den szenischen Proben auch die Rollenvorbereitung mit jungen Sängern, Rezitativ- und Dialogcoaching, die stete und intensive Kommunikation mit den technischen Abteilungen des Hauses und der Beleuchtung, sowie mit dem Köstumwesen und der Maske, ferner auch die szenische Betreuung zahlreicher Gastspiele (Japan, China, Italien, Oman, etc.) und die Regie bei verliehenen Produktionen (Tokyo: „L‘ Italiana in Algeri“, „Don Giovanni“, Athen: „L‘ Italiana in Algeri“). Sie betreute auch das Fach „Szenisches Gestalten“ an der Opernschule.

Diana Kienast arbeitete mit vielen der bedeutendsten Regisseure wie z.B. Otto Schenk, Jean Pierre Ponnelle, Giorgio Strehler, Götz Friedrich, Ruth Berghaus, Pierre Luigi Pizzi, Johannes Schaaf, Alfred Kirchner, Peter Wood, Antoine Vitez, Istvan Szabo, Giancarlo Menotti, Ken Russell, Luca Ronconi, Harold Prince, Leopold Lindtberg, Jürgen Flimm, August Everding, u.a.m.; und Dirigenten wie z.B. Erich Leinsdorf, Ernst Märzendorfer, Christoph von Dohnany, Zubin Meta, Heinrich Hollreiser, Leopold Hager, Claudio Abbado, Riccardo Muti, Donald Runnicles, Bertrand de Billy, u.a.m.

Eigene Regiearbeiten an der Wiener Staatsoper

„Die Zauberflöte für Kinder“ 2003
Opernballeröffnung 2006
„Bastien und Bastienne“ 2006
Tag der Offenen Tür 2007

Sonstige Regiearbeiten

„The Fall Of The House Of Usher“, Wiener Kammeroper
„Die Hochzeit des Figaro”, Wiener Kammeroper
„Il Viaggio a Reims“, Berliner Philharmonie
„Die Fledermaus“ 2. Akt mit Gästen, Wiener Festwochen Eröffnung
„Die Fledermaus“, Staatsoper Temesvar
„Fledermaus Gala“, Accademia di Santa Cecilia, Rom
„Die Kinderzauberflöte”, San Francisco, Yokohama
„Die Zauberflöte”, Tel Aviv
„Die lustige Witwe“: Librettobearbeitungen, z.B. für den deutschen Fernsehsender mdr u.a.

Diana Kienast schied im November 2013 aus dem Dienst der Wiener Staatsoper und arbeitet seitdem  als freie Regisseurin, Lehrerin und Coach.

Trägerin des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich

Kritiken

L’italiana in Algeri (WA)

„[…] Nun muss man aber auch sagen, dass offenbar im Haus sehr gute Vorarbeit für Repertoire-Serien geleistet wird: Vier der sieben Darsteller interpretieren in Wien zum ersten Mal […] und alle sind in die Inszenierung so perfekt eingewiesen worden, dass diese nichts von ihrer gar nicht einfachen, körpersprachlich-komischen Struktur verloren hat: Vermutlich sollte man wieder einmal Diana Kienast als Abendspielleiterin loben, damit die Menschen „hinter den Kulissen“ wissen, dass man ihren Anteil am Gelingen eines solchen Abends kennt. […]“ – Der Neue Merker, Renate Wagner

Bastien und Bastienne 

„[…]Ein schnittiger Ami-Schlitten „fährt“ vor, Geschenk-Pakete kullern auf der Bühne herum, später werden hier Schafe hoppeln, Schmetterlinge flattern, Glitzerfische gleiten und Monster ihre Mäuler aufreißen – in der Neuinszenierung von Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ haben Diana Kienast (Regie) und Dietrich von Grebmer (Bühnenbild) mit Einfällen nicht gespart. […] Kienast gelingt die Verbindung von märchenhaften mit zeitgeistigen Elementen.“ – Die Presse

The Fall of the House of Usher

„[…], weil die Regisseurin Diana Kienast jeglichen erzählerischen Ballast abgeworfen hat, jede szenische Aktion –  […]wie ein Schattenspiel der Gefühle anlegt. Atmosphäre ist alles, Aktion nichts in diesem Gruselkabinett der Emotionen […] Diana Kienast hat sich ganz auf die wie bittersüßes Gift des Verderbens dem Orchestergraben entströmende Musik von Philip Glass eingelassen. Mit minimalen, gleichwohl intensiven Bildern hat sie den enervierenden Klang szenisch noch einmal verdoppelt. […]“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wolfgang Sandner, 08.10.1990

„[…] Die „studio K“-Produktion ist ein Wurf, bis ins letzte Detail volkommen gelungen. Regisseurin Diana Kienast sorgte für profunde Personenführung und durchgehende Spannung, vermeidet geschickt jeden billigen und reißerischen Effekt (Inzest) in diesem Schauermusiktheater. […] „The Fall of the House of Usher“ ist jedenfalls eine der gelungensten und geschlossensten „studio K“-Produktionen, die es je in der Kammeroper gab. […]“ – Wiener Zeitung, H.G. Pribil, 29.09.1990

Il viaggo a Reims

„[…] Diana Kienast führt dabei mit sparsamen Mitteln auf die liebevollste, graziöseste Art Weise Regie, und zwar ganz ausgezeichnet: locker, ohne jeden Anflug von inszenatorischer Wichtigtuerei, witzig und unterhaltsam. Das Publikum jedenfalls kocht vor Glück. So ehrt man Rossini auf die angemessenste Weise. […]“ – Berliner Morgenpost, Klaus Geitel, 16.10.1992

„[…] Aber hier stürzte sich eine Bedienerin auch auf den Cembalisten und küßte ihm subito und fortissimo die Stirne feucht, und dem Regieteam (Diana Kienast, Rolf Langenfass, John Burgess) gelang es tatsächlich, Solisten und den Rundfunkchor Berlin in jene Handgreiflichkeiten des Commedia dell’arte-Spiels einzustimmen, die den Abend immer wieder komsich belebten. […]“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung – Wolfgang Burde

Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch

Für Anfragen bzgl. Regie, szenisches Gestalten, Coachings für Auditions, Dialog (Deutsch), Rezitative (Italienisch), Interpretation und Rollengestaltung, kontaktieren Sie bitte:

Fanny Jacobson, BA MAS
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